Lemur

Die Herrschaft der Kakerlaken-
09.03.2019Bunker Ulmenwall
Preis: VVK:13,-€ zzgl. Geb.
Einlass: 19:30
Beginn: 19:30

Lemur
Die Herrschaft der Kakerlaken-Tour 2019

Samstag 09.03.19
Bunker Ulmenwall
Einlass: 19.30 // Beginn: 20.30
VVK 13 Euro zzgl. Gebühren, AK 16 Euro,-€
VVK: Konticket, Tourist Info, NW Tickets, CTS!

Die Kakerlake. Sie überlebt sie alle. Die Dinosaurier. Die Mammuts. Die Chinesischen Flussdelfine. Die Menschen.
Mit seiner neuen EP „Die Herrschaft der Kakerlaken“ entführt Lemur seine Hörer in die Abgründe dieser Welt – in die vielen kleinen Ritzen, Spalten und tiefen Löcher, die wir zu gern übersehen, dorthin, wo Angst und Ekel zu Hause sind. Nach seinem 2017 veröffentlichten Solo-Album „Die Rache der Tiere“ sind nun die Kakerlaken an der Macht. Düstere Biester beherrschen die Erde, sie überleben radioaktive Strahlung, werden in schlechten Zeiten zu Kannibalen und können sogar völlig kopflos über eine Woche überleben.

„Die Herrschaft der Kakerlaken“ ist ein Abgesang auf die Welt – dystopisch, tief sarkastisch und doch mit einem Blick auf den Zauber in allen Dingen, so hässlich sie auch sein mögen.
Denn schließlich hat doch alles ein Lied verdient.
Mit „Everything deserves a song“, dem Gedicht des irischen Poeten David Ryan, eröffnet die fünf Songs starke EP ihren düsteren Reigen. Nach der Ouvertüre „Alles hat ein Lied verdient“ seziert Lemur all jene Dinge, die der Abfall der Menschheit so hervorbringt, fröhlich weiter: Von Gentrifizierungswahnsinn und großstädtischer Oberflächlichkeit („Späne“) über persönliche Krisenherde („Katastrophen“) und globale Endzeitszenarien („Die Herrschaft der Kakerlaken“) bis hin zu illustren Verschwörungstheorien („Chemtrails“) bekommt auf seiner neuen EP wirklich alles ein Lied. „Ich hatte Lust mal ausschließlich in der Finsternis fischen zu gehen, und zu schauen, ob ich dort etwas an den Haken bekomme, das eine spannende Geschichte birgt. Die Arbeit an der EP war ein bisschen wie eine aufregende Expedition ins Abseits für mich“, beschreibt der Rapper den Songwriting- Prozess. Die Texte entstehen größtenteils auf Wanderungen innerhalb und außerhalb Berlins, werden von Lemur live ins Handy eingesprochen. Der musikalische Unterbau folgt im heimischen Studio.
Hier verbarrikadiert sich der selbsternannte Feuchtnasenaffe mehrere Monate lang bei zum Teil tropischen Temperaturen und gerät in einen regelrechten Strudel der Experimentierfreude. Das Ergebnis sind ein im deutschen HipHop einmaliger Detailreichtum, der mehr nach postapokalyptischer Filmmusik klingt als nach Rap-Beats, sowie ein perfekt ineinandergreifendes Zusammenspiel von Musik und Text.

Lemurs Reise beginnt 1981 im niedersächsischen Wolfsburg, wo er zwischen den Schornsteinen der Industriestadt aufwächst. Erste Crew-Projekte wie „Der Aksel des Bösen“ lässt er bald hinter sich und ist ab 2007 als rappender und produzierender Teil des Duos Herr von Grau unterwegs. Fünf gemeinsame Releases und unzählige gemeinsame Konzerte und Festival-Gigs später trennen sich im April 2014 die Wege. Solistisch und mit neuem Namen geht es für den Rapper weiter, mit seiner ersten LP „Geräusche“ unterschreibt er 2015 beim Dresdener Label Kreismusik, bei dem auch Käptn Peng sein musikalisches Zuhause hat.  2017 folgt sein zweites Album. „Die Rache der Tiere“, das ihn ungewöhnlich positiv über nicht ganz einfache Themen wie den Tod
philosophieren lässt.

Lemur zeigt sich auf seinem dritten solistischen Werk „Die Herrschaft der Kakerlaken“ eindrucksvoll als Regisseur eines ganzheitlichen Endzeitkopfkinos mit doppeltem und dreifachen Boden, das den Hörer in seinen Bann zieht. Direkt und ungeschönt, dennoch detailverliebt und vieldeutig – so liefert der Musiker perfide Lyrics und einen Sound, der strahlt wie nuklearer Niederschlag.

Die fünf Song starke musikalische Apokalypse erscheint am 2. November bei Kreismusik auf Vinyl und digital.

 

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